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Rettungsfolter im modernen Rechtsstaat? Eine Verortung
Herausgeber: Peter Nitschke

mit Beiträgen von Heiner Bielefeldt, Winfried Brugger, Christoph Enders, Volker Erb, Siegfried Franke, Arthur Kreuzer, Peter Nitschke, Wolgang Schild, Stefan Ulbrich

"Die Würde des Menschen ist unantastbar."
So formuliert es das Grundgesetz im ersten Artikel und zeigt damit die Priorität für den Rechtsstaat an.

Seit geraumer Zeit gibt es jedoch eine Diskussion, ob nicht in bestimmten Notfällen rechtsstaatliches Handeln auch davon abweichen kann. Unter dem Begriff der "Rettungsfolter" werden Argumente verortet, in denen die Zwangslage der polizeilichen Wissensermittlung in extremen Umständen zu Handlungen führt, die mit Artikel 1 des Grundgesetzes nicht vereinbar sein könnten. Gilt die Würde des Menschen als Rechtsgut absolut und wie steht dies zum Recht auf Leben? - Darf, kann, muss nicht der Staat alles tun, um diese beiden Prinzipien zu schützen? - Und wie verhält es sich in extremen Notsituationen?

Fragen dieser Art werden im vorliegenden Band systematisch behandelt und in einem Pro- und Contraverfahren bezüglich der Hauptargumente aus der Rechtsgeschichte, der Rechtsphilosophie, der Kriminologie und des Strafrechts, der Staats- und Demokratietheorie, der Medienwissenschaft und der Polizeiethik vorgestellt.

Seiten: 188
ISBN: 978-3-89709-271-6
Preis: € 16,50