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Alles ist wahr - König Heinrich VIII.
Von William Shakespeare in der Neuübersetzung von Werner Buhss

 

Alles ist wahr oder...wer hat was über
wen... wann...wo...wieso...warum
und weshalb nicht...oder doch... oder
König Heinrich entflammt in Liebe... aber in die Falsche...
Herzog Buckingham verliert seinen Kopf... aber welchen...
Königin Katherine wird ungemütlich... und Kardinal Wolsey
Will’s nicht gewesen sein...alles ist wahr.

"All is True" ist der Original-Titel des Stückes, bei dessen Uraufführung am 29. Juni 1613 in London das erste Globe Theater Feuer fing und abbrannte. Es ist das letzte Stück von Shakespeare und wurde wahrscheinlich das letzte Mal 1927 am Schauspielhaus Bochum aufgeführt. Nach Angaben der Deutschen Shakespeare-Bibliothek wurde es noch nie in Berlin gespielt. Im Unterschied zu den anderen Historiendramen liegt das Gewicht nicht auf Geschichtsdeutung, sondern mehr auf den von heutiger Sicht zu interpretierenden Wahrheiten, der Selbsterkenntnis und den Widersprüchen der Personen. Heinrich VIII. wird meistens nur mit seinen sechs Frauen assoziiert. Shakespeares Stück befasst sich damit nur am Rande. Religion und Politik verschmelzen zu einer gut geschmierten Propagandamaschine, und das Spiel um den besten Platz wird bis zum Tod gespielt. Der König will etwas: dafür muss eine neue Wahrheit erfunden werden. Es ist eine Frage der Zeit, dass selbst die, die diese neue Wahrheit kreieren, Kraft der Selbstsuggestion zu glauben beginnen, dass Lüge zur Wahrheit und damit zur Staatsräson erhoben wird.

Seiten: 96
ISBN: 978-3-89709-600-4
Preis: € 8,00